Unsere Geschichte

Ich bin Julia, 31 Jahre alt und wohne in Hamm (Westf). Seit meiner Kindheit habe ich bereits einen besonderen Bezug zu Tieren. Als ich 12 Jahre alt war ging für mich wohl der Traum eines jeden Pferdemädchens in Erfüllung: meine Eltern schenkten mir meine Stute Wisby. Fast 18 Jahre haben wir gemeinsam verbracht. Und in meinem Herzen wird sie immer dabei sein. 

Als meine Stute vor einigen Jahren schwer erkrankte, begann ich, mich intensiver mit dem Thema Pferdefütterung zu befassen. Ich muss zugeben, dass ich anfangs sehr erschrocken war, wie wenig ich selbst als langjährige Pferdebesitzerin über Anatomie und Physiologie des Pferdes, über Futtermittel und deren Wirkung wusste. 2018 entschied ich mich dann, den Weiterbildungsgang „Beraterin für Pferdefütterungsmanagement“ zu absolvieren. Mir wurde bewusst, wie wichtig die bedarfsgerechte Fütterung unserer Tiere ist – egal ob Sport- oder Freizeitpferd, ob Jungspund oder Rentner, ob „gesund“ oder „krank“. 

Jedes Pferd braucht und verdient eine Fütterung, die seinem individuellen Bedarf entspricht!

Anfang 2020 habe ich zusätzlich eine Fortbildung zur Tiermykotherapeutin absolviert. Aktuell befinde ich mich in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Tierphysiotherapeutin, damit ich euch zukünftig noch umfassender beraten kann.

Das war die Kurzversion. Für alle, die es genauer wissen wollen, folgt nun die Langfassung:

Wie alles begann

Gern erzähle ich euch, wie alles angefangen hat.

Auf dem Foto seht ihr meine beiden Herzenspferde: Wisby und ihren Sohn Eli W. Einen Tag nach Elis Geburt im Juni 2013 entwickelte Wisby aufgrund einer Gebärmuttervergiftung Geburtsrehe. Die Diagnose war natürlich ein Schock – eben noch standen die beiden gemeinsam auf der Wiese und ich hätte wohl glücklicher nicht sein können und im nächsten Moment sieht mein Mädchen mich aus schmerzerfüllten Augen an und weiß nicht, auf welchem Bein sie nun stehen soll. Der Tierarzt kam und es war schnell klar: Wisby muss unbedingt so schnell wie möglich abspecken! 

Durch die Trächtigkeit hatte sie natürlich zusätzliche Kilos drauf und wog zum Zeitpunkt der Diagnose sicherlich um die 800kg. Dazu muss gesagt werden, dass Wisby ein schweres Warmblut war mit einem Ausgangsgewicht von 700-750kg. Ich war nun überfordert: Wie sollte ich eine laktierende Stute auf Diät setzen ohne das Wohl des Fohlens zu gefährden? Ich saß zwischen den Stühlen und wusste mir nicht zu helfen. Ich entschied mich also, eine Futterberatung in Anspruch zu nehmen. “Ein Versuch ist es wert”, dachte ich mir, selbst zu diesem Zeitpunkt kaum überzeugt, dass dies die Lösung sein würde. Doch es war die Lösung. Und es hat ihr damals das Leben gerettet.

Durch die Futterumstellung verlor Wisby innerhalb kürzester Zeit einiges an Gewicht. Für diejenigen, die sich (zum Glück) mit Rehe nicht auskennen: Es handelt sich um einen entzündlichen Prozess in der Huflederhaut, der dazu führt, dass sich diese ablöst und es zu Rotationen und Absenkungen des Hufbeins kommen kann. Bei Wisby war zum Zeitpunkt der Diagnose eine minimale Rotation, aber keine Absenkung ersichtlich. Das Gewicht spielt hier eine wesentliche Rolle – je schwerer das Tier ist, desto schlechter die Prognose. Aber wir haben es gemeinsam geschafft. Und ich kann heute sagen: ohne die Futterberatung hätte mein Fohlen definitiv seine Mutter verloren und mir wären noch schöne Jahre mit meinem Mädchen genommen worden.

Wisby ist im Januar 2018 im Alter von 22 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie fehlt uns jeden Tag.

Eli ist mittlerweile 7 Jahre alt und – wie sollte es anders sein – mein ganzer Stolz. Wie das Leben so spielt, hat er schon seit er jung ist mit wiederkehrenden Koliken zu kämpfen. Jeder, der einen Koliker im Stall hat, weiß denke ich, was das für ein Gefühl ist, wenn man merkt, dass die nächste Kolik im Anflug ist. Sicherlich ist jede Erkrankung des Pferdes schlimm. Aber bei einer Kolik ist das Tier jedes Mal (!! und das kann man nicht oft genug sagen) in Lebensgefahr! Man fühlt sich machtlos und möchte selbstverständlich alles tun, um dem vorzubeugen. Ich las mich also immer weiter in das Thema ein, eignete mir Wissen über Anatomie und Physiologie des Pferdes an, recherchierte stundenlang im Internet, woher diese wiederkehrenden Koliken kommen könnten.

Klar war, dass Elis Fütterung unbedingt an diese Problematik angepasst werden musste. Also entschied ich mich, Pferdefütterungsmanagement zu studieren. Ich wollte es jetzt ganz genau wissen. Und da ich selbst so positive Erfahrungen mit der Futterberatung gemacht habe, dachte ich mir: Warum nicht auch anderen Pferdebesitzern helfen? Nach jahrelanger Tätigkeit im Beratungsbereich und meinem nun erworbenen Wissen über Fütterung lag es nur nahe, dies zu verbinden.
Stolz kann ich euch daher heute mein Angebot präsentieren.
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